Im letzten Sommer wurde ich vom Leben liebevoll auf das Thema Ordnung gestupst. Es war einfach viel zu unordentlich, um Besuch zu empfangen, und eine große Aufräumaktion war angesagt. Dadurch bekam ich mal wieder einen Blick auf die Dinge, die in meinem Leben waren und dort nichts mehr zu suchen hatte. Und ich denke, jeder kennt das befreiende Gefühl, wenn man mal wieder entrümpelt hat. Das begann im Juli des letzten Jahres, und dieses Mal bin ich drangeblieben.
Gerümpel – Ordnung im Keller und in den Finanzen
Dieses Mal war auch der Keller dran, und die Garage, und das Regal hinter dem Vorhang, der die Unordnung so gut vor mir versteckte. Und was ist mit Dingen, die auf den ersten Blick mit Ordnung gar nicht so viel zu tun haben, auf den zweiten Blick aber doch sehr viel? Mit der längst überfälligen Steuererklärung? Mit Abbuchungen von meinem Konto für Dinge, die ich längst nicht mehr brauchte? So entdeckte ich ein ganz neues Thema: Das „Finanzgerümpel“. Und so entrümpelte ich auch diesen Aspekt meines Lebens. Und begann, über das Thema zu schreiben, was mir so durch den Kopf ging. Zuerst in mein „Gedankenbuch“ ( -ich mag den englischen Begriff „Commonplace Book“ dafür nicht, dafür das Konzept dieser Bücher um so mehr.) Und jetzt ist es soweit, dass ich diese Gedanken in meinen Mathematik-Blog schreibe, wo das Thema ja wirklich auch hingehört.

(mit KI generiert)
Als Mathematiker sind mir natürlich die Definitionen wichtig. Was ist eigentlich Ordnung? Die Physiker definieren eigentlich eher die Unordnung und nennen sie Entropie. Und solange man keine Energie in die Sache steckt, wächst in dieser Welt die Unordnung. Der Zusammenhang von Ordnung und Information ist: Je geordneter ein System ist, desto weniger Information braucht man, um es zu beschreiben. Da ist die Physik also genau bei unserer Alltagserfahrung: Wenn der Schreibtisch nicht aufgeräumt ist, verlieren wir die Übersicht, weil es einfach zu viel Information ist, die wir bräuchten. Wenn er ordentlich ist, reicht weniger Information und wir kommen damit zurecht. Jetzt sehen wir auch, welche Bedeutung Ordnung für unser Leben hat. „Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen“. Entweder wir stecken Energie beim Aufräumen in die Sache, oder wir verlieren die Energie später, weil wir die Übersicht verloren haben.

(mit KI generiert)
Gerümpel-Lasagne, Zeit und Stress, Kommunikation, Entscheidungen
Was Gerümpel-Lasagne ist, verrate ich heute noch nicht. Bald werde ich es verraten. Soviel heute: So wie Lasagne lecker ist, ist die Gerümpel-Lasagne etwas positives beim Aufräumen. Dass Zeit auch ihre Rolle beim Aufräumen spielt, ist klar. Wer keine Zeit hat, kann auch nicht aufräumen. Und ich vermute, jeder hat schon erlebt, dass es Stress verursacht, mit Unordnung umgehen zu müssen. Ordnung ist einfach entspannender. Nicht ganz so naheliegend ist der Zusammenhang von Ordnung und Kommunikation. Aber stellen Sie sich bitte vor, jemand räumt Ihren Schreibtisch auf, kommuniziert aber nicht mit Ihnen. Ist das ein angenehmer Gedanke? Sie brauchen zwar weniger Information, um ihren Schreibtisch zu beschreiben, aber das hilft ihnen gar nichts, wenn Sie diese Information nicht haben. Über Ordnung und Kinder brauche ich nicht mehr zu schreiben, das habe ich nämlich schon getan. Über die Notwendigkeit, beim Ordnen Entscheidungen zu treffen, wird es hier auch einen Blog-Beitrag geben.
Soviel heute zum Thema Ordnung. Da ist inzwischen viel mehr zusammengekommen, als in einen Beitrag passen würde. So wird es eine ganze Reihe werden. Ich freue mich, ab jetzt wieder regelmäßig hier zu schreiben.
